Von Geschichte, History und anderen Erzählungen

Wenn man ein Buch geschrieben hat, meint so sei’s gelungen und es nur noch Druckreif gemacht werden muss, lohnt es sich zurücksetzen und alles aus einer anderen Perspektive zu betrachten! In Büchern über den ersten Weltkrieg, in dem fast alle falsche Hoffnungen hatten, verschmähen die maßgeblichen Historiker, eine Verifizierung ihrer „Ergebnisse“, was nicht zu verwechseln ist mit der Verifizierung von „Ereignissen“.

Die Verifizierung von Ergebnissen ist ein alternativer rückwärts gerichteter Blickwinkel nach getaner Arbeit, welcher durch die augenblickliche Gegenwart bestätigt wird. Nun aber, Hunderte von Büchern und Tausende von Zitaten in der Geschichtsdarstellung eines jeden der gegenwärtigen Autoren führen beharrlich zum Ergebnis, welches so maschenlos gestrickt ist, dass Zweifel von vornherein durch die Logik des Werkes ausgeschlossen sind.   Alle diese Historiker entwickeln verwickelte Vorfälle nach ihrer Fasson, nehmen Tatsachen ihres Erkenntnishorizonts wahr, folgern nun fortschreitend und würzen mit dem unvermeidlichen, persönlichen Stimulus ihr Ergebnis.

Nun die Amerikaner definieren Geschichte, was sie History nennen, als: „the branch of Knowledge dealing with past events“. (Dictionary.com) Was so sofort die Aufmerksamkeit weckt, ist die Differenzierung zwischen „Branch“ und „Science“, und es scheint das diese Definition korrekt ist. History ist keine Science.

Die Deutschen sehen, wie immer, dass differenzierter: Res gestae, historia rerum gestarum, Wissenschaftliche Disziplin, Schulfach und Erzählung. In die letzte Kategorie fällt bestimmt Felix Dahn und dessen Abenteuer der Deutschen in Italien. Nichtsdestotrotz, seine Darstellung der Ereignisse um Rom unterscheidet sich im Ansatz, Aufbau und Plot nicht vom kommerziellen Sachbuch, jener kommerziellen Mellange der obigen deutschen Definition jener Bücher, welche heutzutage Millionen Auflagen machen und uns über Geschichte belehren.

 Naja, Schachspiele können auf verschiedenste Weisen gewonnen werden und wie jeder Schachspieler weiß, sagt der Sieg nichts über ursprüngliche Taktiken und Absichten aus. Wie wäre es also, wenn das erreichte Ergebnis einer Geschichtsperiode mit zwei Momentaufnahmen abgeglichen würde. Sozusagen ein sozial-imperiales Gruppenfoto am Ende eines Ereignisses und sein korrespondierendes, jenes der vermuteten, anfänglichen Ignition –  dem Ereignis also, was auslöste was geschah.  Sozusagen eine Analyse der Inventur! Endbestand minus Anfangsbestand führen automatisch zur Frage Warum?

Dieser Blickwinkel führt automatisch und zwangsläufig zu der alles entscheidenden Frage:“ War das Eingreifen der USA in den ersten Weltkrieg mit der Kriegserklärung vom 7. April 1917 zwangsläufig bedingt durch die inhumane Kriegsführung des „imperialen preußischen Deutschlands“?

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